Die neuen Leserschaftszahlen der Schweizer Presse sind da

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Good News vorab: die Mehrheit der Titel können stabile Leserzahlen vermelden. Von den untersuchten 263 Titeln verzeichnen nur 60 signifikante Veränderung der Leserschaft gegenüber Vorjahr. 11 Titel freuen sich über mehr Leser, 49 verzeichnen Leserverluste. NEU: das Instagram-Influencer Syndrom. Die Details dazu hier:

Die neuen Leserschaftszahlen der Schweizer Presse sind da

Im Gegensatz zu anderen Fachmedien finden Sie hier möglicheweise abweichende Ergebnisse. Der Grund dafür heisst Signifikanz.

Marktstudien unterliegen durch die Hochrechnung einer Unschärfe. Diese kann statistisch berechnet werden und ist je nach Messwert und Grösse der Stichprobe unterschiedlich gross. Darum sind die angegebenen Werte Richtwerte mit individuellen Schwankungsbreiten, Vertrauensbereich genannt. Viele Veränderungen zum Vorjahr sind diesen Unschärfen geschuldet und damit nicht relevant. Signifikant ist eine Abweichung erst, wenn sie sich stärker verändert. Fachleute errechnen darum die Signifikanz und beurteilen ausschliesslich die Abweichungen die relevant sind.

Migusto und 20 Minuten National als Gewinner in absoluten Zahlen

In absoluten Zahlen haben Migusto (+164k) und 20 Minuten National GES (+59k) am meisten Leser dazu gewonnen. Am anderen Ende stehen Beobachter (-58k), Betty Bossi (-71k), Coopzeitung (-97k) und Coop Presse Kombi (-132k).

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REPORTAGEN ist Proporz-Gewinner.

Proportional zur eigenen Leserschaft freuen sich Reportagen (+29%), La Côte (+27%) und Migusto (+16%) am meisten über den Zuwachs. 20 Minuten ist in der Westschweiz um 6% signifikant gewachsen. Dies führt zu 3% Leserzuwachs bei 20 Minuten National GES.

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Mode/Lifestyle Magazine leiden an Instagram-Influencer Syndrom

Ihre Leserschaft halbiert hat das Frauenmagazin Marie-Claire. Unter dem Instagram-Influencer Syndrom leiden aber auch andere Mode-/Lifestyle- und Frauenmagazine wie Gala (-11%), Femina (-14%), Elle (-18%), Brigitte (-28%) und Faces (-32%).  


Da die WEMF die Erhebungsperiode im 2018 von 2 auf 4 Semester ausgedehnt hat, zeichnet die MACH Basic Veränderungen seither deutlich langsamer. Kurzfristige Effekte werden über den Messzeitraum von 2 Jahren deutlich geglättet.

Weitere fachmännische Analysen erstellen wir Ihnen auf Anfrage:

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Über den Autor:

Sandro Prezzi

Sandro Prezzi

Experte für Media, Digitalisierung und Integrierte Kommunikation.

Seit 2007 kommentiert Sandro Prezzi Entwicklungen, Trends und News der Schweizer Werbewirtschaft. Seine Hauptthemen sind Media, Integrierte Kommunikation, Medien-Forschung, Digitalisierung und Online Marketing.

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Kontakt: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

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